Archiv

09.02.2017

Fortschritt statt Rückschritt

Junge Union fordert Ausbau der Mutlanger Straße auf vier Spuren

Entgegen der Forderung, die von SPD und Grünen unterstützt wird, die Mutlanger Straße (B298) im Zuge der Sanierung auf zwei Spuren zu begrenzen und den dabei freiwerdenden Raum für die Ausweisung von großzügig angelegten Fahrrad- und Pedelecstreifen zu nutzen, fordert die Junge Union den Ausbau der Straße auf vier Spuren.

Schwäbisch Gmünd -

„Die SPD und die Grünen riskieren am Mutlanger Berg, wieder in das Verkehrschaos zu stürzen, das auch vor dem Tunnelbau und den zwei Turbokreiseln geherrscht hat.“, so Markus Bosch, Vorsitzender der Jungen Union (JU). Der Nutzen eines Radwegs stehe in keinem Verhältnis zu den verkehrstechnischen Auswirkungen, die der Vorschlag nach sich ziehe. Man müsse bedenken, dass eine Verkleinerung auf zwei Fahrspuren zu einer enormen Mehrbelastung der Fahrbahn stadtauswärts führe. „Zu Stoßzeiten ist an ein Vorankommen stadteinwärts bereits jetzt schon nicht mehr zu denken und das wollen die SPD und Grünen noch weiter fördern, indem sie den Stau auf den ganzen Mutlanger Berg ausweiten wollen?“, so Bosch weiter.

Auch was die medizinische Versorgung angeht, gibt es seitens der JU starke Bedenken. Die dritte Spur ist wichtig um das schnelle Vorankommen von Notarzt und Rettungsdienst zu gewährleisten. Sollte man zugunsten eines Radwegs bald länger brauchen um ins Krankenhaus zu gelangen, sieht die Junge Union das Wohl der Bürger in Gefahr. „Wenn es demnächst länger dauert medizinische Hilfe zu erhalten als auf eine bestellte Pizza zu warten, bezweifle ich stark ob das Interesse der Bürger noch verfolgt wird.“, kritisiert Bosch.

Der stellvertretende Vorsitzende und Stadtrat David Sopp sagt, die JU werde sich im Gemeinderat dafür einsetzen, dass die Bundesstraße mindestens ihre drei Spuren behält. Die Gefahrenstellen am Mutlanger Berg müssen selbstverständlich in die Überlegungen miteinbezogen werden. Hier brauche es eine Lösung, um die vorhandenen Gefahren zu beseitigen. Eine Verbreiterung der Spuren etwa könne eine passende Maßnahme sein. „Sollen nun aber noch jede Menge Rad- und Pedelecfahrer in ebendiesen Gefahrenbereich gebracht werden, so steigert man vielmehr die Gefährdung, als dass man Abhilfe schafft.“, so Sopp. Man solle lieber die bestehende Straße erhalten und diese auf lange Sicht sogar auf vier Spuren erweitern, um die Anbindung der Region nördlich von Schwäbisch Gmünd zu stärken. Sopp werde die Forderung nach einem Ausbau auf vier Spuren in der CDU-Fraktion diskutieren und, falls notwendig, einen entsprechenden Antrag der JU stellen.